Pause Arbeitnehmer

unerlaubt „Pause machen“ ein Kündigungsgrund?

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unerlaubt Pause machen ein Kündigungsgrund?

Den Fall der Raucherin, die sich nicht ausstempelte und von daher entlassen wurde, hatte ich ja bereits geschildert. Der Grund für die fristlose Kündigung war nicht das Rauchen an sich – sie rauchte auch nicht im Rauchverbot, sondern in einem dafür geschaffenen Raum – sondern die Nichterfassung der Pausenzeiten.

vorherige Abmahnung erforderlich?

Das unerlaubte Pause machen ist grundsätzlich ein Kündigungsgrund. Wichtig ist aber auch hierbei, dass die Arbeitsgerichte im Normalfall vor der fristlosen Kündigung erwarten, dass der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber nochmals auf sein Fehlverhalten hingewiesen wird, bevor gekündigt wird. Die Abmahnung ist bei einer verhaltensbedingten Kündigung grundsätzlich erforderlich und darf nicht vergessen werden. Allein bei schweren Vertrauensverstößen (siehe die Diebstahlsfälle) sehen die Arbeitsgerichte meist vom Erfordernis der vorherigen Abmahnung ab.

Von daher erst abmahnen, dann kündigen.

Arbeitsrecht Berlin – Rechtsanwalt A. Martin

Kann man gekündigt werden, wenn man eigenständig Pause macht?

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Kann man gekündigt werden, wenn man eigenständig Pause macht?

– Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin –

Wer kennt dies nicht. Der Chef ist gerade nicht da und man braucht mal eine Verschnaufpause. Hat doch jeder schon einmal gemacht. Die Frage ist, ob man deswegen bereits gekündigt werden kann?

Pausen und das Arbeitsverhältnis

Die Ruhepausen sind von vornherein vom Arbeitgeber festzulegen. Dabei hat er die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes zu beachten. Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden müssen diese wenigstens 30 Minuten betragen, bei einer Arbeitszeit von 9 Stunden, sogar 45 Minuten.

Festlegung der Arbeitspausen

Wei oben ausgeführt, bestimmt nicht der Arbeitnehmer wann er eine Pause macht, sondern dies wird vom Arbeitgeber geregelt. Ein gewisser Spielraum kann allenfalls dann bestehen, wenn eine ausdrückliche Regelung vom Arbeitgeber nicht erfolgt.

Kündigung und Pause?

Grundsätzlich ist es eine Pflichtverletzung des Arbeitnehmers, wenn dieser entgegen bestehenden Pausenregelungen eigenständig eine Pause einlegt. Im Normalfall ist aber eine außerordentliche Kündigung hier nicht möglich. Der Arbeitgeber muss hier zuvor abmahnen, da der Pflichtverstoß hier in der Regel nicht zu einer schwerwiegenden Störung des Vertrauensverhältnis führt.

Es sind aber Fälle denkbar, in denen eine außerordentliche Kündigung möglich sind. Wenn z.B. die Pause während einer „Unzeit“ erfolgt und dem Arbeitgeber dadurch ein erheblicher Schaden entsteht (Pause während eines bedeutenden und eiligen Auftrages und dadurch Entstehung eines erheblichen Schadens für den Arbeitgeber).

Anwalt Arbeitsrecht Berlin