Männerdiskriminierung

LAG Düsseldorf: Männerdiskriminierung bei frauenfördernder Ausschreibung?

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LAG Düsseldorf: Männerdiskriminierung bei frauenfördernder Ausschreibung?

Diskriminierung einmal anders herum. Normalerweise beklagen sich Frauen  darüber, dass Sie bei Stellenausschreibungen und bei der Einstellung diskriminiert werden. Das LAG Düsseldorf hatte sich nun genau mit dem umgekehrten Fall zu beschäftigen.

Was war passiert?

Eine Stelle im öffentlichen Dienst wurde „frauenfördernd“ ausgeschrieben. Im Ausschreibungstext stand „ein besonderes Interesse an Bewerbungen von Frauen bestehe“. Der Grund dafür war, dass Stellen dieser Art bei der Behörde von Frauen unterbesetzt waren.

Ein männlicher Bewerber klagte auf Schadenersatz (24 Monatsgehälter !), da die Stelle dann auch tatsächlich mit einer Frau besetzt wurde und er von daher den Arbeitsplatz nicht bekam. Der Bewerber rügte, dass der durch die „frauenfördernde Ausschreibung“ als Mann von vornherein benachteiligt wurde, was das geschlechterspezifische Benachteiligungsgebot ist.

„Nachdem das Arbeitsgericht Düsseldorf erstinstanzlich dem Kläger teilweise Recht gegeben hatte, hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf in der Berufungsinstanz die Klage vollständig abgewiesen. Es stellte insbesondere darauf ab, dass der Ausschreibungstext grundsätzlich geschlechtsneutral gehalten und das Bewerbungsverfahren ausschließlich an sachlichen Kriterien ausgerichtet war.“

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin