Klage Arbeitslohn

Den richtigen Arbeitgeber verklagen!

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Den richtigen Arbeitgeber verklagen!

Kein Problem? Weiß doch jeder, wer sein Arbeitgeber ist?

Anwalt Arbeitsrecht Berlin

Leider nicht! In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Arbeitnehmer selbst Klage – z.B. eine Kündigungsschutzklage oder eine Klage auf Arbeitslohn – erheben und die Angabe des Klagegegners (Arbeitgeber) in der Klage falsch ist.

Was wird falsch gemacht?

Wer Arbeitgeber ist, ergibt sich z.B. aus dem Arbeitsvertrag. Wenn Firmen später aber übernommen werden oder/und ein Betriebsübergang vorliegt, stimmen die Angaben im alten Arbeitsvertrag nicht mehr.

Weiter ist häufig auch problematisch, wenn der Arbeitgeber – Karl Heinz Meier – eine Einzelfirma unterhält, die z.B. „Handel Holz und Bäume Berlin“ heißt. Verklagt wird aber immer der Inhaber der Firma, sofern eine Einzelfirma besteht.

Also falsch: Beklagte – die Firma „Handel Holz und Bäume Berlin“

Richtig ist: Beklagter – Karl Heinz Meier, als Inhaber der Einzelfirma „Handel Holz und Bäume Berlin“

Befindet sich der Arbeitgeber in der Insolvenz, dann ist der richtige Beklagte nicht mehr die Firma des Arbeitgebers, sondern der Insolvenzverwalter.

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin – RA A. Martin

Kostentragung in der I. Instanz im arbeitsgerichtlichen Verfahren

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Kostentragung in der I. Instanz im arbeitsgerichtlichen Verfahren – Arbeitsrecht Berlin

Die Kostentragung im arbeitsgerichtlichen Verfahren in der I. Instanz ist anders geregelt als in zivilrechtlichen Rechtsstreitigkeiten der I. Instanz. Im arbeitsgerichtlichen Verfahren -zum Beispiel bei einer Kündigungsschutzklage oder einer Klage auf Arbeitslohn (z.B. in Berlin), trägt jede Partei ihre eigenen Auslagen und damit auch die Kosten für die eigenen Rechtsanwalt. Dies gilt unabhängig vom Gewinnen oder Verlieren in dieser Instanz.

Der Grund für diese Regelung ist der, dass der Arbeitnehmer von vornherein seine Auslagen und Kosten abschätzen können soll.

Bruttolohn oder Nettolohn einklagen?

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Diese Frage wird von Anwälten meistens dahingehend beantwortet, dass der Bruttolohn einzuklagen wäre. Warum?

Häufig meinen Mandanten, dass es genügt den Nettolohn geltend zu machen. Der Bruttolohn sei uninteressant, da dem Arbeitnehmer ja nur der Nettolohn zustehe. Dies ist grundsätzlich nicht richtig.

Bruttolohn

Dem Arbeitnehmer steht der Bruttolohn zu, wenn dieser – und dies ist fast immer der Fall – im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Er muss – sofern er auf den Bruttolohn klagt – dann natürlich die Sozialversicherungsabgaben selbst abführen, er hat aber dann die Sicherheit, dass diese Sozialversicherungsabgaben tatsächlich abgeführt wurden. Von daher wäre es nicht sinnvoll den Nettolohn beim Arbeitsgericht geltend zu machen.

Teillohn – was nun?

Hat der Arbeitgeber bereits einen Teilbetrag netto gezahlt, dann kann man diesen Teil nicht einfach vom Brutto abziehen, sondern muss beantragen, dass „…. Euro brutto abzüglich gezahlter … Euro netto“ vom Arbeitgeber zu zahlen sind.

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin