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Unterschied zwischen fristloser und außerordentlicher Kündigung?

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Unterschied zwischen fristloser und außerordentlicher Kündigung?

Gibts da überhaupt einen Unterschied. Kündigung ist doch gleich Kündigung oder?

Erhält der Arbeitnehmer eine Kündigung sollte er schon auf diese unterschiedliche Bezeichnung achten.

Eine fristlose Kündigung heisst, dass die Wirkung der Kündigung, nämlich die einseitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses sofort mit Zugang der Kündigung eintreten soll. Die Angabe „fristlos“ betrifft also nicht den Grund/ Ursache der Kündigung, sondern die Folge der Kündigung.

Aber auch eine fristlose Kündigung – die ja für den Arbeitnehmer besonders einschneidende ist- muss einen schwerwiegenden Grund haben. Und dies beschreibt die Formulierung „außerordentlich“, eigentlich richtig „aus außerordentlichen Grund“. Dies heisst, dass eben kein normaler Kündigungsgrund vorliegt, sondern ein außergewöhnlicher Grund.

Bei schweren Verfehlungen des Arbeitnehmers, bei denen eine Abmahnung nicht erforderlich erscheint, da das Vertrauensverhältnis schwerwiegend gestört ist, zum Beispiel (Tätlichkeiten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber) wird meistens „außerordentlich und fristlos“ gekündigt. Wie oben ausgeführt „ist dies keine doppelte Kündigung“, sondern nur die Kurzversion von: „Ich kündige das Arbeitsverhältnis, da ein schwerwiegender Grund vorliegt. Die Kündigung soll sofort gelten“.

Bruttolohn oder Nettolohn einklagen?

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Diese Frage wird von Anwälten meistens dahingehend beantwortet, dass der Bruttolohn einzuklagen wäre. Warum?

Häufig meinen Mandanten, dass es genügt den Nettolohn geltend zu machen. Der Bruttolohn sei uninteressant, da dem Arbeitnehmer ja nur der Nettolohn zustehe. Dies ist grundsätzlich nicht richtig.

Bruttolohn

Dem Arbeitnehmer steht der Bruttolohn zu, wenn dieser – und dies ist fast immer der Fall – im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Er muss – sofern er auf den Bruttolohn klagt – dann natürlich die Sozialversicherungsabgaben selbst abführen, er hat aber dann die Sicherheit, dass diese Sozialversicherungsabgaben tatsächlich abgeführt wurden. Von daher wäre es nicht sinnvoll den Nettolohn beim Arbeitsgericht geltend zu machen.

Teillohn – was nun?

Hat der Arbeitgeber bereits einen Teilbetrag netto gezahlt, dann kann man diesen Teil nicht einfach vom Brutto abziehen, sondern muss beantragen, dass „…. Euro brutto abzüglich gezahlter … Euro netto“ vom Arbeitgeber zu zahlen sind.

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin

Kündigung, was nun? Teil 2

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Kündigung erhalten, was tun?

Kommt es vor dem Arbeitsgericht (z.B. in Berlin) bei einer Kündigungsschutzklage zur Güteverhandlung wird häufig ein Vergleich geschlossen. Obwohl man – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen – mittels der Kündigungsschutzklage nicht auf Abfindung klagt, sondern auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnis, ist es so, dass in den meisten  Fällen ein sog. Abfindungsvergleich vor dem Arbeitsgericht (z.B. Berlin) geschlossen wird. Das Gericht schlägt meistens als Abfindungshöhe ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Arbeitsjahr vor. Die Abfindungshöhe wird aber frei verhandelt, dass heisst, dass im Rahmen der Kündigungsschutzklage niemand einen Vergleich -auch nicht in der vom Gericht vorgeschlagenen Form – schließen muss (auch wenn häufig Seitens des Gerichtes ein gewisser Druck aufgebaut wird).

Zu beachten ist, dass bei einigen Arbeitsgerichten bezüglich der Abfindung für die Kündigung aber auch regelmäßig weniger vorgeschlagen wird. So schlägt das Arbeitsgericht Neubrandenburg anders als das Arbeitsgericht Berlin meistens ein Viertel Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr an Abfindungshöhe zu. Auch wenn die Parteien eine höhere Abfindung vereinbaren können, so ist ein solcher Vorschlag von der Verhandlungstaktik hergesehen natürlich für den Arbeitnehmer „tödlich“. Es ist schwer in einer solchen Situation dann eine deutlich höhere Abfindung auszuhandeln, was aber in bestimmten Situationen durchaus möglich ist, wenn z.B. der Arbeitgeber auf jeden Fall den Arbeitnehmer loswerden will und wohl im Prozess unterliegen würde.

Kündigung, was nun? Teil 1

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Kündigung. was nun?

Der Arbeitgeber hat gekündigt, was soll ich als Arbeitnehmer nun machen?

1. Ruhe bewahren

Es macht keinen Sinn mit den Arbeitgeber über die Kündigungen – kurz nach dem Erhalt – zu diskutieren. Sie müssen dem Arbeitgeber auch nicht den Erhalt der Kündigung bestätigen oder irgend etwas unterschreiben.

2. Kündigung auf  Rechtmäßigkeit überprüfen lassen

Lassen Sie kurzfristig die Kündigung von einem Rechtsanwalt überprüfen. Wenigstens mehr als die Hälfte aller Kündigung sind – zumindest sofern das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet – unwirksam. Dies kann aber nur ein Rechtsanwalt feststellen. Es macht keinen Sinn über die Rechtmäßigkeit der Kündigung mit Nachbarn oder mit der Familien zu diskutieren, da letztendlich nur ein Jurist die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage abschätzen kann.

3. Kündigungsschutzklage oder nicht?

Nach dem Zugang der Kündigung hat der Arbeitnehmer lediglich 3 Wochen Zeit für eine Kündigungsschutzklage. Versäumt er die Frist kann er sich nicht mehr gegen die Kündigung wehren.

Arbeitsgericht Berlin – Heimvorteil?

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Gibt es eigentlich einen sog. „Heimvorteil“ vor deutschen Gerichten?

Eigentlich dürfte es so etwas nicht geben, da der Richter unabhängig von der Person des Rechtsanwalts zu entscheiden hat. Allerdings sind auch die Richter  nur Menschen.

Meiner Erfahrung nach ist es gerade bei „kleineren Gerichten“ so, dass man sich halt kennt, was in bestimmten Fragen (Fristverlängerungsanträge etc.) auch mal einen Vorteil bringen kann. Mit Sicherheit ist es nicht so, dass das Gericht dann einen Anwalt einseitig bevorteilt, allerdings kann ein gewisse Sympathie oder Antipathie später das Zünglein an der Waage sein.

Zu unterscheiden ist davon natürlich die Frage, ob es im allgemeinen von Vorteil ist, wenn man die Rechtsprechung des jeweiligen Gerichts – der jeweiligen Kammer – kennt.  Da bei weitem nicht alle Urteile veröffentlich werden, ist dies meist nur dann möglich, wenn man vor Ort Erfahrungen gesammelt hat.

Beim Arbeitsgericht Berlin – auch wenn dies ein relativ großes Gericht ist – macht dies auch Sinn, weil viele Arbeitsgerichte in Deutschland in Bezug auf strittige Fragen unterschiedliche Auffassungen vertreten. Dies ist für den Mandanten vor allem in Fragen der Höhe der Abfindung, die das Gericht den Parteien bei einer Kündigungsschutzklage  im Rahmen der Güteverhandlung – vorschlägt.

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin

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Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin

Auf obiger Website der Rechtsanwaltskanzlei Andreas Martin mit Niederlassung in Berlin finden Sie diverse Informationen zum Thema: Arbeitsrecht in Berlin

z.B. Kündigung, Arbeitslohn, Kündigungsschutz

Hello world!

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