Midi-Job

neue Minijob-Regelungen 2015

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Das Mindestlohngesetz findet auch auf Mini-Jober Anwendung. Für das Jahr 2015 sind einige Änderungen für Mini-Jober in Kraft getreten, die man kennen sollte:

Überschreitung der € 450,00 Grenze

Aufgrund des Mindestlohnes ist verstärkt darauf zu achten, dass die € 450-Grenze nicht überschritten wird. Trotzdem ist unschädlich, wenn pro Jahr maximal 3 x diese Grenze aufgrund unvorhergesehener Ereignisse überschritten wird (vorher war nur eine 2-malige Überschreitung möglich).

Einzahlung in die Rentenversicherung

Wenn der Mini-Jober nicht von der Rentenversicherung befreit ist, dann betragen im Jahr 2015 die Rentenversicherungsbeiträge nur noch 3,7 % (2014 waren dies noch 3,9 %).

Zahlung der Umlage U2

Arbeitgeber müssen ab dem 1.1.15 höhere Pauschalen an die Minijobzentrale abführen. Die Umlage U2 für Mutterschaftsaufwendungen ist von 0,14 auf 0,24 Prozent gestiegen.

RA A. Martin

Was ist ein Midi- Job?

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Als Midi-Job oder Gleitzonenfall wird ein Beschäftigungsverhältnis bezeichnet, bei dem der Arbeitnehmer (die Aushilfe) nach § 20 Abs. 2 SGB IV ein Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro pro Monat erzielt und die Grenze von 850,00 Euro im Monat regelmäßig nicht überschritten wird.  Der Arbeitgeberbeitrag liegt in der Gleitzone pauschal bei 19,58%.

Der Gesetzgeber entschied sich den Midi- Job einzuführen, umso Anreize zu schaffen, dass Arbeitgeber im Rahmen eines Mini-Jobs beschäftigte Arbeitnehmer in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis übernehmen.

Auch im Midi- Job ist eine Entgeltumwandlung zu Gunsten einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) möglich.

Rechtsanwalt A. Martin