Gericht Berlin

Kein Anschluss unter dieser Nummer – die Nichterreichbarkeit Berliner Gerichte!

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Die Nichterreichbarkeit Berliner Gerichte!

Nichterreichbarkeit ist ein dehnbarer Begriff. Schriftstücke erhalten die Berliner Gerichte natürlich. Diese werden dort sogar bearbeitet. Genau genommen geht es hier um die telefonische Nichterreichbarkeit einer Vielzahl der Berliner Gerichte.

Telefon, nein danke!

Welcher Kollege war nicht schon einmal in der Situation, dass der sofort den zuständigen Ansprechpartner bei Gericht, sei es Rechtspfleger oder Richter benötigte. Gerade wenn man zum Termin unterwegs ist und in einen Stau steckt oder z.B. eine kurzfristige Aufhebung des Termins wegen angelaufener Vergleichsverhandlungen möchte, muss ein schneller und unkomplizierter Kontakt zum Gericht her. Im Normalfall ist dies auch unproblematisch möglich, da auf den Schreiben des Gerichts die entsprechenden Durchwahlnummern angegeben sind. Bei einigen Gerichten im Berliner Raum – vor allem in Mitte und im Wedding – schon dies aber reine Makulatur zu sein. Statt beim direkten Ansprechpartner landet man in einer Warteschleife. Wir mussten häufiger schon feststellen, dass ein direkter telefonischer Kontakt faktisch nicht möglich ist.

Woran mag es wohl liegen?

Wilde Spekulationen gehen dahin, dass sparwütige Beamte einfach die Telefone in Berlin bei Gericht abgeschafft hätten. Man hat so mehr Zeit zum Arbeiten und untereinander unterhält man sich per Funk. Ob dies Spekulation oder Wahrheit ist, wird wohl nur die Bildzeitung aufklären können. Übrigens soll es wohl auch Überlegungen dahin gehend geben, dass bald in Berliner Amtsstuben die Computer abgeschafft und die Schreibmaschinen wieder eingeführt werden sollen (wie zu Kaisers Zeiten), so spart man Strom und Techniker, da keine Softwarefehler zu beheben seien. Während München auf Linux umsteigt, schafft Berlin gleich die Ursache allen Übels, nämlich den Computer ab. Nur so kann zu erklären sein, dass man auch Telefone – als Geißel der modernen Technik – in Berliner Amtsstuben als Teufelswerk ansieht.

Vielleicht haben Kollegen bereits ähnliche Erfahrungen gemacht. Über Anmerkungen würde ich mich freuen.

Anwalt Martin – Arbeitsrecht Berlin