Arbeitsgericht Düsseldorf: dreibeiniger Hund – Kaya – muss draußen bleiben

Gepostet am Aktualisiert am


Aus der Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Düsseldorf ergibt sich, dass nun der spannende Fall des dreibeinigen Hundes Kaya, der so gerne mit Frauchen auf Arbeit gehen würde (obwohl diese derzeit ohnehin krank  ist ), nun doch zu Hause bleiben muss, da er – bewusst oder unbewusst – Arbeitsabläufe störe.

Erstaunlich ist nur, dass deshalb die Gerichte bemüht werden müssen. Dass ein Hund- egal, wie viele Beine er auch haben mag – nicht gerade Arbeitsabläufe beschleunigt, es sei denn es ist ein Hütehund nebst Herde, dürfte als gerichtsbekannt vorausgesetzt werden.

Dass man Hunde mit zur Arbeit nimmt (Polizeihunde etc. mögen mir dies nachsehen) , war mir ebenfalls neu, anscheinend scheint es aber Arbeitgeber zu geben, die damit kein Problem haben, solange, der Hund nicht Mitarbeiter über den Flur in den Fahrstuhl hetzt (in diesm Fall wurden vielleicht doch Arbeitsabläufe beschleunigt) oder einfach nur in der Ecke liegt und übel riecht. Wahrscheinlich wäre es anders ausgegangen, wenn Frauchen Beamte gewesen wäre und nicht in einer Werbeagentur arbeiten würde, denn dann wäre der schlafende Hund nicht weiter aufgefallen (Hunde imitieren häufig ihre Umgebung sagt man doch).

Schön ist auch, dass Frauchen meint, der Hund knurre nicht, sondern „brumme“. Und wenn Sie sich nun fragen, wo man solche brummenden Hunde bekommt, selbst darauf gibt die Presse (siehe die Bildzeitung)  Auskunft!

Der Hund kommt nämlich aus einem Moskauer Tierheim, was auch das Brummen erklärt, denn dies kommt nicht nur vom vielen Wodka, sondern der Hund brummt nicht, sondern versucht sich einfach auf Russisch zu verständigen. Ist doch klar, weshalb sollte der Hund sonst brummen; ist doch kein Bär.

Ich hoffe Frauchen geht in Berufung und ich darf nochmals über den Prozess schreiben ….

A. Martin

 

Nachtrag: Frauchen ging in Berufung und hat verloren (siehe Entscheidung des LAG Düsseldorf)

3 Gedanken zu „Arbeitsgericht Düsseldorf: dreibeiniger Hund – Kaya – muss draußen bleiben

    Yvonne Schulze sagte:
    15. September 2013 um 22:06

    Vielleicht ist Frauchen aber vorher auch schon vom neuen Chef gemobbt worden und das Hundeverbot ist nur Vorwand, eine langjährie Mitarbeiterin loszuwerden. Schlecht recherchiert, wenn auch teilweise witzig geschrieben. Mehr als ein „ungenügend“ ist hier aber nicht zu holen. Also, noch mal Schulaufgaben machen und hoffen, dass, wenn es zur Berfung kommt, die Hausaufgaben gemacht wurden.

    Yvonne Schulze sagte:
    15. September 2013 um 22:07

    Berufung (sorry)

    […] hatte in der Presse viel Aufmerksamkeit erregt. Ich hatte darüber auch berichtet (siehe “dreibeiniger Hund Kaya muss draußen bleiben!“). Damals entschied das Arbeitsgericht Düsseldorf, dass der Arbeitgeber im Rahmen seines […]

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