Tag: 6. September 2010

die betriebsbedingte Kündigung – typische außerbetriebliche Ursachen für die Kündigung

Gepostet am Aktualisiert am


die betriebsbedingte Kündigung – typische außerbetriebliche Ursachen für die Kündigung

Wer betriebsbedingt gekündigt wird, möchte natürlich wissen, ob die Kündigung zu Recht erfolgte. Zunächst muss der Arbeitgeber für die betriebsbedingte Kündigung auch betriebliche Ursachen darlegen, ansonsten hat dieser im Kündigungsschutzverfahren vor dem Arbeitsgericht schlechte Karten. Welche hierbei typischerweise in Betracht kommen, soll hierbei kurz dargestellt werden.

betriebsbedingte Kündigung – außerbetriebliche Gründe

Typische außerbetriebliche Ursachen für eine betriebsbedingte Kündigung können sein:

  • Auftragsrückgang (sofern nicht nur vorübergehend)
  • Auftragsverlust (z.B. bei Großaufträgen)
  • Wegfall von Subventionen

Da es wichtig zu wissen, dass die außerbetrieblichen Ursachen nur einen Teil der Prüfung einer betriebsbedingten Kündigung ausmachen.

Zunächst muss der Arbeitgeber die unternehmerische Entscheidung, die zum Wegfall des Arbeitsplatzes des Arbeitnehmers geführt hat, darlegen und gegebenfalls nachweisen.

Weiter muss später darlegen, dass aufgrund dieser Entscheidung der konkrete Arbeitsplatz des Arbeitnehmers weggefallen ist. Weiter muss er darlegen, dass es keine anderen freien Arbeitsplätze im Unternehmen gibt, auf die der Kläger gegebenenfalls hätte versetzt werden können. Dabei ist auch zu beachten, dass es zumutbar ist den Arbeitnehmer gegebenenfalls einzuarbeiten und zwar zumindest für den Zeitraum der Dauer der Kündigungsfrist.

Darüber hinaus muss der Arbeitgeber darlegen und im Bestreitensfall nachweisen, dass er eine Sozialauswahl unter den vergleichbaren Arbeitnehmer durchgeführt hat.

Dies ist dieses alles nicht so einfach. Die Darlegungs- und Beweislast des Arbeitgebers ist hier recht hoch.

Rechtsanwalt Andreas Martin – Arbeitsrecht Berlin