Außerirdische am Amtsgericht?

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Außerirdische am Amtsgericht?

In einer Strafsache – Trunkenheitsfahrt (Gefährdung des Straßenverkehrs) -wurde der Angeklagte am Morgen vor seinem Haus volltrunken in seinem Auto gefunden. In der Nacht hatte man ihn an anderer Stelle gesehen. Die Trunkenheitsfahrt selbst hatte aber niemand gesehen. Das Amtsgericht ging ohne Weiteres davon aus, dass eine Trunkenheitsfahrt vorgelegen habe, da ein anderer Geschehensverlauf nicht denkbar wäre. Auf die dann vom Angeklagten geäußerten Zweifel meinte der Vorsitzende trocken: “ Wie sind Sie denn sonst nach Hause gekommen! Wollen Sie hier erzählen, dass Sie von Außerirdischen nach Hause gebracht wurden!?“.

Der Richter war als „Spitzbub“ bekannt und hatte schon häufiger mal einen flotten Spruch zum Besten gegeben.

Letztendlich kam es tatsächlich zur Verurteilung (der Angeklagte war nicht anwaltlich vertreten – also ich war`s nicht !).

Später ging dann der „Entführte“ zum Anwalt und bat dort um Hilfe. Er möchte gern wissen, wie er denn nach Hause gekommen sei. Er wisse es selbst nicht! Er bat den Rechtsanwalt darum, dass dieser doch in der Sache ermitteln solle, da ihn die Sache keine Ruhe mehr lasse. Wegen der MPU habe er keine Angst, da er bereits das Husarenstück schaffte 2 x die MPU zu bestehen.

Der Anwalt lehnte dankend ab.

Inwieweit nun tatsächlich Außerirdische die Finger (bei der Verurteilung oder beim Geschehen) im Spiel hatten, konnte später auch nicht aufgeklärt werden.  Zumindest wurde damals keiner als Zeuge geladen („Beweis: Zeugnis des Herrr Jupiter, Am Mond 5, XXXX Luna“ oder noch besser „zu laden über den Angeklagten – aber nur bei Vollmond“).

A. Martin

Ein Gedanke zu „Außerirdische am Amtsgericht?

    michaeleriksson sagte:
    28. April 2010 um 17:41

    Weniger unwahrscheinliche Erklärungen könnte man sich allerdings auch denken. Sagen wir z.B., dass der Angeklagte während einer Kneipenrunde von einem wagenlosen (und hoffentlich nüchteren) Nachbaren erkannt wurde, und dass dieser zwei Fliege mit einer Klappe geschlagen hat, indem er selbst den Wagen fuhr. Wenn nun der Angeklagte im Wagen verblieben ist, kann dies durchaus schlüssig sein (etwa weil er die Ehefrau fürchtete oder zu betrunken war um die Schlüssel zu finden).

    Bei den Plausibilitäten muss hier natürlich auf den Detailumständen geschaut werden (z.B. ob er im Fahrer- oder Beifahrersitz saß, oder ob er ausreichend nüchter war, um unfallfrei fahren zu können), aber eine sonnenklare Schuldlage ist es nicht.

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