Tag: 25. August 2009

„Ich bin der Alptraum Ihres Vermieters!“

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„Ich bin der Alptraum Ihres Vermieters!“

Wer nicht wirbt, der stirbt. Stimmt doch, oder? In den USA sehen dies die Anwälte genauso und wer ein richtiger Anwalt in den USAg ist, der trägt auch schon mal dick auf. So ist der obige Ausspruch eines Rechtsanwalt, der gerne mietrechtliche Fälle haben möchte, aus den gelben Seiten in den USA zu erklären. Ob es gewirkt hat, wer weiß, zumindest kann sich der Anwalt sicher sein, dass keine Vermieter anrufen werden.

Andere Anwälte werben: „Wollen Sie einen Anwalt als Freund?“ oder „agressive Vertretung seit 20 Jahren!“ oder „Wir haben für unsere Mandanten Millionen von Dollar eingetrieben!“.

Ein Strafrechtler ist ganz schlau und kennt die Gefühle der Geknechteten und Gefangehen sehr genau und schreibt: „Verhaftet, verhört und verletzt – rufen Sie an ….  24 Stunden“.

Es gibt sogar Anwälte, denen Übertreibungen nicht genug sind, es müssen Superlativen sein, wie „Der beste Anwalt in Strafsachen!“

Da lob ich mir doch die deutschen Berufsregeln für Rechtsanwälte, aber wer weiß, vielleicht heißt es in 10 Jahren auch in Deutschland „Brauchen Sie einen Freddy Krüger-Anwalt für Ihren Nachbarn!?“.

RA A. Martin – Rechtsanwalt Berlin

Wie ist die Kündigungsfrist bei einem € 400,00 – Job?

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Wie ist die Kündigungsfrist bei einem € 400,00 – Job?

Viele Arbeitnehmer wissen, dass die Kündigungsfristen für Arbeitsverhältnisse im BGB geregelt sind. Als Arbeitnehmer geht man davon aus, dass diese Fristen aber nur „normale“ Arbeitsverhältnisse umfassen. Zu Recht? Was ist mit der Kündigung eines € 400-Job´s.

geringfügig Beschäftige – geringe Rechte?

In einem Internetportal habe ich eine ähnliche Frage gelesen und auch die dazu geposteten Antworten. Von „eine mündliche Kündigung ohne Kündigungsfrist ist möglich“ bis „Kündigung müssen mit lesbarer Unterschrift erfolgen“, war alles vertreten.

Grundsätzlich gelten hier aber ebenfalls die Regeln über Kündigungen und die entsprechenden Kündigungsfristen. Die 400-Euro-Arbeitnehmer stehen grundsätzlich nicht schlechter als normale Arbeitnehmer. Sofern keine tarifvertraglichen Kündigungsfristen gelten, gelten hier die Bestimmungen des § 622 BGB.

Danach kann aber beidseitig in Kleinbetrieben und bei vorrübergehend Beschäftigten eine kürzere als gesetzliche Kündigungsfrist vereinbart werden. Diese Norm gilt aber nicht nur für Arbeitnehmer auf € 400-Basis, sondern auch für den nomalen Arbeitnehmer.

Die Kündigung muss in Schriftform erfolgen und kann auch eine unleserliche Unterschrift enthalten, sonfern klar ist, von wem die Erklärung stammt.

Anwalt Berlin – Rechtsanwalt Martin – Arbeitsrecht