Ist Ihr Arbeitslohn schon sittenwidrig (Lohnwucher)?

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Ist Ihr Arbeitslohn schon sittenwidrig (Lohnwucher)?

Diese Frage stellt sich so mancher Arbeitnehmer. Das Bundesarbeitsgericht ( BAG PM Nr.38 vom 22.04.2009)  musste sich mit diesem Thema nun erneute auseinandersetzen und hat Stellung bezogen und wie folgt entschieden:

„Ein unzulässiger Lohnwucher im Sinn von § 138 Abs.2 BGB liegt vor, wenn der Arbeitslohn (hier: 3,25 Euro pro Stunde) den in der entsprechenden Branche und Region üblichen Tariflohn um mehr als ein Drittel unterschreitet.“

Faktisch heisst dies, dass man einen Vergleich zwischen dem branchenüblichen Lohn mit dem erhaltenen Lohn anstellen muss.

Auch wenn so manchen Arbeitnehmer beim Blick in die Lohntüte die Augen tränen, muss nicht immer der Lohnwucher des Arbeitgebers dahinterstecken.

Wenn aber eine Unterschreitung um 1/3 vorliegt,dann hat dies zur Folge, dass die Vergütungseinbarung im Arbeitsvertrag wegen des Verstoßes gegen eine gesetzliches Verbot unwirksam ist und der Arbeitnehmer den ortüblichen Lohn verlangen kann.

Dabei wird man sich an die ortsüblichen Tarifverträge orientieren. Findet man keinen passenden Tarifvertrag kann das Arbeitsgericht auch nach billigen Ermessen (§ 315, § 316 BGB) die prtsübliche Vergütung bestimmen.

Man darf den obigen Fall nicht verwechseln mit Fällen in denen ein zwingende Tariflohn vorgeschrieben ist (z.B. im Bau). Hier wird – egal was im Arbeitsvertrag steht – der Tariflohn geschuldet. Im obigen Fall gab es einen solchen Tarifvertrag nicht (was leider der Normalfall ist).

Weitere Informationen auch hier

6 Gedanken zu „Ist Ihr Arbeitslohn schon sittenwidrig (Lohnwucher)?

    […] Siehe auch  diesen Artikel zum Lohnwucher. […]

    […] siehe dazu auch: “Ist Ihr Arbeitslohn schon sittenwidrig?” […]

    […] untertarifliche Bezahlung bei Tarifgebundenheit/ Zahlung eines sittenwidrigen Arbeitslohnes […]

    […] nicht deutlich unter dem Tariflohn liegen. Wenn die übliche Vergütung noch nicht einmal 2/3 des Tariflohnes erreicht liegt eine sittenwidrige Lohnvereinbarung […]

    Podstawy prawa pracy w Niemczech sagte:
    15. Juni 2012 um 21:21

    […] Na przykład: Gospodarka odpadkami 8,24 euro przemysł budowlany od 8,97 do 12,95 euro dekarstwo 10,80 euro usługi pralni 6,75 do 7,80 euro dalsze informacje na stronie internetowej http://www.zoll.de/ Minimalny wymiar urlopu pracowniczego jest uregulowany w ustawie związkowej i wynosi 24 dni robocze w sześciodniowym tygodniu pracy (od poniedziałku do soboty). W przypadku pięciodniowego tygodnia pracy (od poniedziałku do piątku) wynosi on 20 dni. Pracownikowi z pełnym wymiarem godzin przysługują 4 tygodnie urlopu (inwalidom przysługuje więcej). Pracodawca może umówić się z pracownikiem na dłuższy urlop, jednak nie może na niższy.Wynagrodzenie nie może jednak być płacone przez pracodawcę w każdej, dowolnej wysokości, nawet w sytuacji gdy nie ma ustalonej minimalnej stawki. Federalny urząd pracy uznał, że gdy płaca narusza tzw „dobre obyczaje” jest niedopuszczalna. Musi zatem wynosić co najmniej 2/3 płacy miejscowej i branżowej według miejscowego zwyczaju. Dzięki temu pracownikowi przysługuje roszczenie o rekompensatę zgodną z miejscowym zwyczajem. https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2009/04/29/ist-ihr-arbeitslohn-schon-sittenwidri… […]

    […] und machte nun Ansprüche gegen den Arbeitgeber geltend. Das Jobcenter trug vor,  dass die Vergütung sittenwidrig niedrig sei und  bei Zahlung der üblichen Vergütung wären geringere Leistungen an […]

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